In den Weihnachtsferien, genauer gesagt vom 2.Januar bis 6.Januar 2002 also war ich zum Probetraining beim BSV Friedrichshafen. Möglich geworden war dies durch meine - noch ganz frische- Zugehörigkeit zum D/C-Kader der DTU.
Trotzdem das Training echt hart war und mir bereits nach
einem Tag alle Muskeln schmerzten war ich echt begeistert. Mit mir zusammen beim
Probetraining war auch Esther
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Beide haben wir uns, zum großen Erstaunen unserer Eltern dafür entschieden die nächste Zeit mit mindestens drei Stunden Taekwondo am Tag zu verbringen, nebenbei die Schule zu wechseln, in meinem Fall mit noch nicht mal 15 Jahren von zuhause wegzugehen und uns auf einen ganz neuen Lebensrhythmus einzustellen.
Die ersten Wochen waren heftig, ich fühlte mich mehr tot als lebendig, aber die tolle Gemeinschaft und die netten Leute haben überwiegt. Mit der Zeit gewöhnt sich auch der Körper an die Strapazen und alles ist nur noch halb so wild.
Im Training geht`s schon mal heftig zur Sache
aber es macht meistens
Spaß.
Jetzt will ich Euch natürlich auch mal unser Truppe
vorstellen:
( Fotos aus 2003)
Die „Internatler“ Reinhold, Daniel und ich
,
Boris
und Tatjana,
unsere Sportsoldatin
,
die wie alle unsere Mädchen selbst im Tobok noch toll aussieht,
Helene,
Monika,
und Tobi
Viele Leistungsträger erreichen aber irgendwann den Punkt,
wo andere Interessen wichtiger sind, oder man sich einfach ausgepowert fühlt.
Wie auch unsere einstige Vorzeigesportlerin Thucuc
die
auf der WM 2003
nach
8 Jahren wieder eine Medaille für Deutschland holte. .
Esther
ist schon bald wieder nach Nievenheim zurückgekehrt, Patrick
ist lieber Kampfrichter,
Johanna
und Valerie
geben der Schule
den Vorzug.
In der Saison 2003/2004 haben erneut viele unserer Sportler sich
vom Leistungssport verabschiedet. Teilweise an einem Punkt an dem die Erfolge da
waren, oder zumindest greifbar. Martin
und Heike
studieren und betreiben gar kein Taekwondo
mehr, genau wie Thucuc, die der Schule den Vorzug gibt. ( just by the
way.
.. Sie wird immer hübscher! Ob es da einen Zusammenhang gibt???) Alianna
hat gleich nach der WM aufgehört.
Dimi
hat
beruflich zuviel um die Ohren und Raphael
studiert in München und trainiert dort
nur noch gelegentlich.
Unser Dompteur, Sklaventreiber,
Einheizer und Trainer Markus Kohlöffel
der uns
zum derzeit erfolgreichsten Verein Deutschlands zusammengeschweißt hat, hat also
auch viel zu tun, um das Team zusammenzuhalten.
Ansonsten ist alles ganz schön senkrecht hier.
.
Neben dem Training gibt´s auch gemeinsame Unternehmungen
, nicht
nur beim alljährlichen Weiberfasching
.
2004 hat sich unser Internatsteam
wieder leicht verändert, Boris, Reinhold und ich sind noch da, Tatjana ist bei
der Bundeswehr in Sonthofen, Daniel wohnt
inzwischen mit seinen Eltern in Friedrichshafen und David hat´s ein Schuljahr
lang ausgehalten bis das Heimweh zu stark wurde.
..das Training mach immer noch total Bock ...
...
und vier aus unserem Verein sind zur Jugend-WM 2004 nach Korea gefahren, mit
unserem Bundes-Markus sogar fünf!!
......Markus, Monika, Alianna , Daniel und ich.
.......wir
haben sogar zwei Vizeweltmeistertitel mitgebracht, doch leider war ich nicht so
erfolgreich und wurde nur Neunter.
Ein geplanter Internatszugang, Maro Quirin aus Bayern, hat es gar nur eine Woche bei uns ausgehalten....... Na ja, nur die Besten kommen durch.
Aber der Nachwuchs kommt mit Wucht! Ob Daniels
Schwesterchen Jenny
, Erika
, oder Julia Weinberger Konstantin
ist auch wieder voll dabei, nach einer
kleinen schöpferischen Pause.
Andere, wie Mesut
oder Jasmin
kommen sogar nach mehreren
Jahren Abstinenz wieder zurück auf die Wettkampffläche. So wird´s ins nie
langweilig und das Karriereende für den einen ist der Anfang oder Wiederbeginn
für den Anderen.
Auch Sandy
greift wieder mit in die Bundesliga-Kämpfe ein und Boris
wenn
er gerade sein Gewicht im Griff hat ist fast eine Bank in der 58kg Klasse.
Einen kurzzeitigen Neuzugang im Internat hatten wir jetzt auch. Jürgen
genannt "Uggi" kam aus Öhringen. Er war mein Zimmernachbar, aber das
Heimweh war doch zu groß.
Vor kurzem hatte ich einen kleinen "Trainingsunfall"....bei
einem verunglückten Faustschlag zur Weste hat mir unser Trainer Markus im
Sparring eine volle Breitseite auf den Kiefer gegeben. Fazit ab ins Krankenhaus
und schön Lippe und Mundraum an drei Stellen nähen....Super-Glück, dass Zähne
und Kiefer ganz geblieben sind.
Seit Jahresende 2005 gibt es wieder einen neue "Internatler", Tomik, ehemaliger Iranischer
Nationalkämpfer und Profi:
NACH VIEREINHALB JAHREN VERLASSE ICH IM JUNI 2006 DEN BSV FRIEDRICHSHAFEN!
Es war eine harte, nicht immer einfache Zeit, aber auch eine schöne und spannende!!
Ich werde mir einen neuen Weg suchen, um meine sportlichen Ziele und meine schulischen Vorstellungen besser vereinbaren zu können.
! ! ! DANKE; MARKUS; FÜR ALLES WAS ICH IN DIESEN 54 MONATEN VON DIR LERNEN DURFTE ! ! !
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